Tradition, die verbindet.

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Das Grosse und Kleine Vogel Gryff Spiel

Das Bürgerliche Waisenhaus in Basel ist eine sehr alte Institution – sie feiert 2019 das 350-jährige Jubiläum. Das Areal und die Gebäude befinden sich im ehemaligen Kartäuser-Kloster in zentraler Lage im Kleinbasel direkt am Rhein. Die Institution ist mit traditionellen Organisationen wie den Ehrengesellschaften freundschaftlich verbunden. Diese nahmen im Mittelalter ähnlichen Aufgaben wie die Zünfte anderenorts wahr. Die drei Ehrengesellschaften haben unterschiedliche Wappentiere: Die Gesellschaft zu Hären den «Leu», die Gesellschaft zum Rebhaus den «Wild Maa» und die Gesellschaft zum Greifen den «Vogel Gryff». 

Aus der damaligen Waffenschau der Ehrengesellschaften entstand der Vogel Gryff-Tag. Einst versuchten klerikale Kreise, die Tradition als heidnisches Brauchtum zu verbieten. Der Waisenhauspfarrer, Johann Jacob Spreng, konnte dies aber verhindern. Als Dank tanzen der Vogel Gryff und die beiden anderen Wappentiere jedes Jahr im Jänner im Waisenhaus. In den 1970er Jahren haben Kinder die Tänze nachgeahmt und vor dem damaligen Waisenvater Walter Asal aufgeführt. Bis zum heutigen Tag dürfen die Mädchen und Buben am Kleinbasler Ehrentag vor den grossen Tieren im Kartäusersaal tanzen.

Die Verbindung des Kleinen und Grossen Vogel Gryff Spiels und die Pflege dieser uralten Tradition ist ein Highlight für die Kinder und Jugendlichen im Bürgerlichen Waisenhaus. Gleichzeitig ist es ein gelungenes Beispiel für die aktive Teilnahme dieser Institution am gesellschaftlichen Leben. 

 
 

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Uli Hammler

Leiter des Bürgerlichen Waisenhauses in Basel

 
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