Heimschule: Kleine Klasse, individuelle Förderung.

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Ich bin froh darüber, eine Heimschule besuchen zu dürfen. 

Einer der Unterschiede zu einer öffentlichen Schule ist die Beziehung zwischen den Lehrpersonen und den Schülern. Die Lehrer kennen die Schüler besser und können daher auch besser nachvollziehen, wenn etwas dem Unterricht im Weg steht, und auf uns eingehen. Das hat natürlich auch mit der Klassengrösse zu tun: Wir sind in der Regel rund sechs Schüler und Schülerinnen.

So passt sich auch das Tempo des Unterrichts an die Stimmung in der Gruppe an: Wenn alle motiviert sind, arbeiten wir Vollgas. In anderen Situationen können wir es dann auch wieder etwas ruhiger angehen. Manchmal nervt es mich ein wenig, wenn wir nicht vorwärts machen können, aber ich hatte auch schon Krisen, in denen die Klasse Rücksicht auf mich nehmen musste. 

Der Schulalltag ist nicht anders als an einer öffentlichen Schule. Ausser vielleicht, dass wir im Unterricht immer wieder mit den Lehrern über spannende Themen diskutieren, auch wenn sie etwas abschweifen. 

Neben der Schule bekomme ich auf der Wohngruppe ebenfalls Unterstützung beim Lernen. Trotzdem ist der Fokus auf der Wohngruppe auf der „sozialen Entwicklung“ – wie das genannt wird. Für mich persönlich hat die Schule erste Priorität. Die Schule versucht, jeden Schüler in eine Klasse einzuteilen, damit jeder einen möglichst guten Schulabschluss machen kann. Bei der Platzierung spielen sowohl die schulischen Leistungen als auch das Verhalten eine Rolle. Ich habe das Gefühl, dass so jeder Schüler individuell gefördert wird.

Mir zum Beispiel macht Mathe besonders Spass, da ich die kniffligen Aufgaben und die Herausforderungen mag und mich gut mit der Lehrperson verstehe. Englisch mag ich ebenfalls aufgrund der Lehrerin und auch, weil ich Sprachen mag. 

Besonders beeindruckt mich, wie die Lehrer Ruhe bewahren und situationsangemessen handeln, wenn es mal nicht so rund läuft und die Schüler etwas am Rad drehen. Ausserdem sind die Lehrer auch offen für private Gespräche, was das Verhältnis verbessert. Dadurch habe ich dann auch mehr Freude am Unterricht.

 
 
 
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Sandra, 15

Schülerin im Schulheim Röserental