Ein Tag im Circus Knie.

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Anfang Februar bot uns die Laureus Stiftung aufgrund ihrer Charity-Partnerschaft mit dem Circus Knie an, hier einen Erlebnistag zu verbringen. Uns war sofort klar, dass wir unbedingt dabei sein wollen. Der Event fand am 1. Mai statt – mitten in den Frühlingsferien. Die Online-Anmeldung erwies sich zuerst als Hürde, weil sie Fragen zu den Kindern und der Anzahl Betreuungspersonen enthielt, die wir aufgrund der Ferien noch nicht abschätzen konnten. Ein Anruf bei der Stiftung genügte, dass wir genügend Plätze reservieren konnten. 

Der 1. Mai rückte näher. Nun erfolgte die pädagogische Abstimmung mit den Kindern und Jugendlichen und im Team. Wer kommt mit? Für wen verspricht der Tag ein tolles Erlebnis zu werden? Wer könnte überfordert sein? Was für die meisten stimmt, ist für den Einzelnen nicht immer das Richtige. Die Kinder und Jugendlichen teilten wir deshalb auf in Erlebnistagbesucher, Vorstellungsbesucher und Besucher des Alternativprogramms im Rosenhügel. 

Endlich war der grosse Tag da! Fünf Kinder und Jugendliche sowie drei Betreuungspersonen nahmen am Erlebnistag teil, und fünf Kinder und Jugendliche besuchten zusätzlich nur die Vorstellung. Nach dem Frühstück ging es mit Kleinbus und Auto nach St.Gallen. Fredy Knie junior begrüsste die Kinder und liess die Gruppe am Training der Pferde teilnehmen. Er erklärte die Arbeit, die hinter allem steht, was man im Zirkus sehen kann. Unsere Delegation erhielt eine Führung durch das Zirkusgelände, zu den Stallungen und wir konnten Fragen zum Zirkus stellen. Um 15 Uhr begann die Nachmittagsvorstellung, und alle eilten zum Zirkuszelt. 

Es war fast 19 Uhr, als unsere Ausflügler wieder im Rosenhügel eintrafen. Auf dem Rückweg war noch Stau, was aber der guten Laune keinen Abbruch tat. Manuel möchte nun gerne Clown werden. Timo, der mit dem Rollstuhl an vorderster Front beim Manegen-Eingang sitzen durfte, begeisterte sich besonders für die Scheinwerfer, welche gleich neben unserer Gruppe platziert waren. Furchtlos liess er die 20 Pferde im Galopp an sich vorbeipreschen und fand es lustig, wenn etwas vom stäubenden Sägemehl auf seiner Hose landete. Jaron schaute sich mit seinem Chasperli und seinem kleinen Büsi, seinen ständigen Begleitern, konzentriert und ruhig die Show an. 

Alle waren sich einig: Es war ein toller, aber auch ein intensiver Tag. Die Erinnerung daran werden noch lange im Alltag nachhallen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Laureus Stiftung und ihren Gönnern sowie an den Circus Knie für dieses unvergessliche Erlebnis!

 Was bleibt – Eindrücke der Kinder und Jugendlichen

«Ein Pferd heisst Opal, wie unsere Wohngruppe im obersten Stock. Das Pferd hat mit den Hufen gewackelt und einen Kopfstand probiert. Die Clowns haben Seich gemacht, die Papageien haben dumme Sachen nachgeredet und sind uns knapp am Kopf vorbeigeflogen. Einer ist fast auf mir gelandet. Es gab ganz viel zu essen. Ich habe drei Hamburger, eine Bratwurst, Pommes frites mit Ketchup und Mayo und Cola verdrückt. Den Nussgipfel zum Dessert, den habe ich dann eingepackt. Ausserdem bekamen wir Popcorn, Glace, einen Bildband und einen Schlüsselanhänger.» 

Amal, 12 Jahre

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«Ich finde es toll, wie gut die Zirkusleute zu den Tieren schauen.»

Ralf, 14 Jahre

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«Die Vorstellung war wunderschön. Alle Nummern haben mir gefallen, am meisten aber die Nummer mir den Papageien, die herumgeflogen sind. Auch die Nummer mit den Pferden, die von zwei Männern eingefangen und wieder losgelassen wurden. Ich mag es, wenn sie die Tiere trainieren und andere Sachen mit ihnen machen. Schade, dass die Seelöwen in diesem Jahr nicht mehr da waren. Mir hat auch gefallen, dass es Bratwurst, Burger und Pommes gab beim Mittagessen. 

 Danke, dass wir den ganzen Tag dort sein und fein essen durften. Wir danken euch, dass ihr die Tiere schön pflegt und füttert. Danke von der ganzen Schule und vom Chef und der Chefin. Die Wohngruppen Opal, Bernstein und Smaragd danken mit dem ganzen Team.»

Fritz, 15 Jahre



 
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